Motivation & Lernerfolg

In meiner Arbeit als LernCoach stelle ich immer wieder fest, dass innere Einstellungen sehr förderlich sind und zu einer hohen Selbstwirksamkeit und einem hoch motivierten Selbstkonzept beitragen. Somit wäre alles gut, und diese Schüler zeigen gute Leistungen, sind hoch motiviert, engagiert und haben Spaß bei ihren Lernaktivitäten. Leider können andersherum, negative Einstellungen, Misserfolgserwartungen, Versagensängste  und sinkende Motivation das Resultat sein. Das Selbstkonzept ist unter Umständen stark beeinträchtigt. Lernblockaden entstehen. Diese mentalen Strukturen, auch Glaubenssätze oder negative innere Überzeugungen genannt:  „Ich bin nicht gut genug.“, „Ich bin dumm.“, „Das klappt sowieso nicht.“  usw.

Der Lernende setzt sich selbst immer mehr unter Druck, so dass sein Informationsverarbeitungssystem unter Umständen so damit beschäftigt ist, dass er sich nicht mehr mit den Lerninhalten auseinandersetzen kann. Das berühmte „Black out“ , sowie Prüfungsängste, Anspannung und Stress entstehen. Im weiteren Schritt wirkt sich das wiederum auf das Selbstkonzept aus, möglicherweise mit einer schlechten Note als Resultat und noch stärkeren Stressreaktionen und Ängsten-schon hat sich eine Spirale in Gang gesetzt. 

 

Selbstkonzepte sind selbstbeschreibende Vorstellungen der eigenen Person. Diese Vorstellungen sind von eigenen oder fremden (Lehrer, Eltern und anderen) Selbstkonzeptbeschreibungen beeinflussbar. So wirken sie auf die Entfaltung das Selbstwertgefühls. Um Leistungen zu erbringen, ist eine selbstständige Regulation des eigenen Lernverhaltens wichtig. Wenn diese Selbstregulation gestört wird, kommt es zu Lernschwierigkeiten und Lernproblemen. Um eine Lernaktivität ausführen zu können, braucht es zwei Komponenten: Motivation und Handlungssteuerung bzw.-ausführung. Motivation wird wiederum durch das Selbstwertgefühl&Selbstkonzept, der Selbstwirksamkeit&Selbstwirksamkeitserwartung, durch auftretende Emotionen bei der Ausführung der Lernaktivität und der emotionalen Bewertung des Resultates, beeinflusst. Alltagssprachlich bedeutet Selbstwirksamkeit, dass Personen selbstständig sind und etwas bewirken können. Im Gegensatz zum „Ausgeliefert-Sein“ wird die Handlungsdimension des „Selbst-Wirksam-Seins“ betont, was einem menschlichem Grundbedürfnis entspricht.

 

Selbstwirksamkeitserwartungen bescheibt, dass Menschen eine subjektive Überzeugung von ihren Kompetenzen haben. Sie wird als „subjektive Gewissheit", neue oder schwierige Anforderungssituationen auf Grund eigener Kompetenz bewältigen zu können, definiert und sind Teil des Selbstkonzeptes. Also, für wie wirksam halten wir unsere Kompetenzen? Lernblockaden stören das Gefühl des „Selber-Wirksam-Seins“. Sie blockieren die Informationsverarbeitung und die Selbstregulation/Konzentration. Da Selbstwirksamkeit die Selbstwirksamkeitserwartung beeinflusst, kann auch hier eine Blockierung angenommen werden.

 

Die Entstehung von inneren Konflikten ist besiegelt, die sich wiederum auf die Lern-und Problemlösefähigkeit auswirken. Um diese Abwärtsspirale beenden zu können braucht es oftmals Hilfe von außen, wenn Selbsthilfemaßnahmen nicht mehr greifen. Zunächst ist es wichtig, die inneren Einstellungen, schlechte Meinungen über sich selbst, ganz konkret und gezielt zu korrigieren. Im LernCoaching stehen uns ressourcen-und zielorientierte  Methoden zur Verfügung.

LernCoaching fördert die selbstgesteuerte Aktivierung und die Entwicklung ganzheitlicher Lernstrategien. Mit Hilfe von kreativer mentaler oder körperorientierter Veränderungstechniken, kann das Mindset nachhaltig verändert werden. Ich erlebe das mit Freude  bei gelungenen Coachingprozessen-immer wieder-. Denken Sie es lohnt sich? Ich sage: "Auf jedenFall!"